Armbrust mit dem Wappen der sächsischen Kurfürsten



Armbrust mit dem Wappen der sächsischen Kurfürsten


Inventar Nr.: KP B XIV.243
Bezeichnung: Armbrust mit dem Wappen der sächsischen Kurfürsten
Künstler / Hersteller: Caspar Schultes
Datierung: 1568
Objektgruppe: Armbruste und Zubehör
Geogr. Bezug: Sachsen
Material / Technik: Stahl, partiell vergoldet, Holz, Bein od. Geweih, Horn, Hanf oder Bast ?
Maße: 14 cm (Tiefe)
66,5 cm (Breite)
59 cm (Länge)
6 kg (Gewicht)
Beschriftungen: Signatur: CASPAR SCHVLTES 1568


Katalogtext:
Bei dieser prunkvollen Armbrust ist die Ober- und Unterseite des Schaftes voll verbeint und mit üppigen Gravurdekor in Form von Rollwerk und Fruchtdarstellungen geschmückt. Die Beinplatte der Schaftunterseite ziert zudem eine zwei Wappenschilde haltende Ritterfigur, die das Wappen der Kurfürsten von Sachsen zeigt, darüber ist die Jahreszahl 1568 eigraviert. Die Waffe muss sich demnach einst im persönlichen Besitz des sächsischen Kurfürsten befunden haben. Wie die Armbrust in den Besitz der hessischen Landgrafen kam, ist jedoch unbekannt.
Die Beineinlegearbeiten der oberen Seitenflächen sind fast über die gesamte Länge des Schaftes als Adler mit ausgebreiteten Schwingen gearbeitet, die Beinarbeiten der unteren Seitenfläche als zierliches Rollwerk gestaltet. Die restliche Schaftfläche ist mit einst vermutlich grüngefärbtem Horn oder Fischbein belegt und mit eingearbeiteten Rosetten verziert. Die Fußplatte, die Beinplatte am hinteren Schaftende, trägt die Signatur „CASPAR SCHVLTES“ begleitet von einem Wappen mit Hirschgeweih. Eine vergleichbare, mit „CASPAR SCHULTHEISS“ signierte Armbrust befindet sich in der Dresdner Rüstkammer.

Stefanie Cossalter-Dallmann (11.5.2017)


Literatur:
  • Sensfelder, Jens: Dokumentation der Armbruste Inv. Nr. B XIV.243 und B XIV.244 in Schloß Friedrichstein. 2004.
  • Höfische Jagd in Hessen. Ereignis, Privileg, Vergnügen. Katalog zur Ausstellung. Museum Schloss Fasanerie, 13. Juni 2017 - 05. November 2017. Museum Jagdschloss Kranichstein [...]. Hessisches Landesmuseum, 27. September 2019 - 12. Januar 2020. Petersberg 2017, Kat.Nr. I.2, S. 18 f.


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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